Bürokratieabbau ist Sisyphusarbeit – Ergebnisse des Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung

Nationales Zentrum für Bürokratiekostenabbau der Fachhochschule des Mittelstands und Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte legen zweite Untersuchung zur Bürokratiebelastung von Vertragsärzten vor.

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland mussten in diesem Jahr über 54 Millionen Stunden für Büroarbeit durch Vorgaben der ärztlichen Selbstverwaltung auf Bundesebene aufwenden. Damit ist Belastung der Praxen durch Bürokratie, gemessen durch den Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung BIX, im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent leicht angestiegen. Der Abbau von Bürokratie in den Praxen ist eine wahre Sisyphusarbeit und kommt nur schleppend voran; den erzielten Entlastungen stehen neue Bürokratiepflichten und vor allem höhere Fallzahlen für Verordnungen und Bescheinigungen an anderer Stelle gegenüber, die auf den erhöhten Versorgungsbedarf aufgrund der demographischen Entwicklung hinweisen.

Diese Ergebnisse sind der Untersuchung „Belastung transparent machen, Bürokratie abbauen – Der Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung BIX 2017“ zu entnehmen, die die Fachhochschule des Mittelstands gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute vorgestellt hat.

Zum Autorenteam der Studie unter Leitung unseres Kooperationspartners Professor Dr. Volker Wittberg vom Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau der Fachhochschule des Mittelstands gehören auch Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge und Rechtsanwalt Heiko Rottmann von Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte.

Die Studie schließt an die erste Untersuchung aus dem Vorjahr an liefert eine umfassende Auswertung der durch die ärztliche Selbstverwaltung veranlassten Bürokratiebelastung für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland.

„Erst die systematische Untersuchung und Messung der Bürokratiebelastung durch den Index BIX 2017 sorgt für die nötige Transparenz bei der Kostenkontrolle. Nur so wird eine bessere Regulierung und ein nachhaltiger Bürokratieabbau möglich,“ resümiert Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge, Partner von Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte, zur Bedeutung der Untersuchung.

Anwälte der Kanzlei Röttgen, Kluge & Hund sind seit Jahren durch besondere Expertise im Bereich Bürokratiekostenmessung, -kontrolle und Bürokratieabbau ausgewiesen und beraten Ministerien, Selbstverwaltungskörperschaften, Verbände und Unternehmen zu diesen Themen in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau (NZBA) der privaten Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld.

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