Bürokratielast steigt weiter an – Ergebnisse des Bürokratieindex 2018 für die vertragsärztliche Versorgung

Nationales Zentrum für Bürokratiekostenabbau der Fachhochschule des Mittelstands und Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte legen dritte Untersuchung zur Bürokratiebelastung von Vertragsärzten vor.

Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland mussten in diesem Jahr rund 54,5 Millionen Stunden für Büroarbeit durch Vorgaben der ärztlichen Selbstverwaltung auf Bundesebene aufwenden; dies entspricht einer Gesamtbelastung von 60 Tagen pro Praxis. Damit ist die Belastung der Praxen durch Bürokratie, gemessen durch den Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung BIX, im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent weiter leicht angestiegen.

Ein Hauptfaktor für diesen Trend liegt in der demographischen Entwicklung der Gesellschaft und dem steigendem Alter und der höheren Morbidität der Patienten. Dies führt nicht nur zu einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen durch häufigere Arztbesuche, sondern in den Praxen auch zu einem Mehr an Dokumentationen und Bescheinigungen v.a. bei den inzwischen älteren und mehrfacherkrankten Patienten. Neben der allgemeinen Patientendokumentation schlagen dabei besonders die Verordnungen für häusliche Krankenpflege, Heilmittel und zur Krankenbeförderung zu Buche. Der bürokratische Aufwand in den Praxen steigt also insbesondere durch höhere Fallzahlen bereits bestehender Bürokratiepflichten weiter an.

Diese Ergebnisse sind der Untersuchung „Belastung transparent machen, Bürokratie abbauen – Der Bürokratieindex für die vertragsärztliche Versorgung BIX 2018“ zu entnehmen, die die Fachhochschule des Mittelstands gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute vorgestellt hat.

Zum Autorenteam der Studie unter Leitung unseres Kooperationspartners Professor Dr. Volker Wittberg vom Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau der Fachhochschule des Mittelstands gehören auch Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge und Rechtsanwalt Heiko Rottmann von Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte.

Die diesjährige Studie liefert die nunmehr dritte Auswertung der durch die ärztliche Selbstverwaltung veranlassten Bürokratiebelastung für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten in Deutschland.

„Die demographische Entwicklung allein führt unabhängig von weiteren Regelungen schon zu einem Anstieg der Bürokratie in den Praxen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit der systematischen Untersuchung und Messung der Bürokratiebelastung als Voraussetzung für Transparenz und Kostenkontrolle. Maßnahmen zum nachhaltigen und aktiven Bürokratieabbau sind daher dringend angezeigt,“ erläutert Rechtsanwalt Hans-Georg Kluge, Partner von Röttgen, Kluge & Hund Rechtsanwälte, zum Ergebnis der diesjährigen Studie.

 

Anwälte der Kanzlei Röttgen, Kluge & Hund sind seit Jahren durch besondere Expertise im Bereich Bürokratiekostenmessung, -kontrolle und Bürokratieabbau ausgewiesen und beraten Ministerien, Selbstverwaltungskörperschaften, Verbände und Unternehmen zu diesen Themen in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Bürokratiekostenabbau (NZBA) der privaten Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld.

 

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